Das Google Business Profil ist die kleine Box, die bei Google auftaucht, wenn jemand nach „Malerbetrieb Lingen“ oder ähnlichem sucht – mit Karte, Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos. Für lokale Betriebe ist das oft der erste Kontaktpunkt, noch vor der eigentlichen Website. Trotzdem wird es von vielen Betrieben einmal eingerichtet und dann jahrelang nicht mehr angefasst.
Hier ist, worauf es wirklich ankommt, in der Reihenfolge, wie ich es selbst durchgehe.

Schritt 1: Die Kategorie prüfen (2 Minuten)
Die wichtigste und am meisten unterschätzte Einstellung ist die Hauptkategorie deines Eintrags. Viele Betriebe wählen hier etwas zu Allgemeines – „Dienstleister“ statt „Tischlerei“ oder „Malerbetrieb“ zum Beispiel. Google zeigt dein Profil vor allem dann, wenn die Kategorie exakt zur Suchanfrage passt. Eine zu vage Kategorie bedeutet: Du wirst seltener gefunden, obwohl du eigentlich der richtige Betrieb wärst.
Schau dir deine Hauptkategorie an und frag dich ehrlich: Würde jemand genau das eingeben, um dich zu finden? Wenn nicht, ändere sie.
Schritt 2: Öffnungszeiten und Kontaktdaten aktuell halten (3 Minuten)
Das klingt banal, ist aber einer der häufigsten Vertrauenskiller. Wenn ein Interessent sieht, dass dein Betrieb angeblich „gerade geschlossen“ ist, obwohl du eigentlich offen hast, oder die Telefonnummer nicht mehr stimmt, ist der nächste Klick meist der Wettbewerber.
Prüfe bitte, ob Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten exakt mit deiner Website übereinstimmen – diese Konsistenz ist auch für die Auffindbarkeit selbst relevant. 🙂
Schritt 3: Mindestens fünf aktuelle Fotos hochladen (5 Minuten)
Ein Profil ohne eigene Fotos wirkt wie ein Karteikarten-Eintrag statt wie ein echter Betrieb. Du brauchst keine Profifotos – Handyfotos von der Werkstatt, vom Team, von abgeschlossenen Projekten reichen völlig. Wichtig ist nur, dass sie aktuell und echt sind, nicht aus einer Bilddatenbank.
Wenn du fünf Minuten Zeit hast, mach jetzt fünf Fotos mit dem Handy und lad sie direkt hoch, so einfach und schnell.
Schritt 4: Die Beschreibung auf das konkrete Angebot zuschneiden (3 Minuten)
Im Beschreibungsfeld steht bei vielen Profilen entweder gar nichts oder eine sehr allgemeine Formulierung.
Nutze diesen Platz stattdessen, um genau zu sagen, was du machst und für wen – zum Beispiel nicht „Wir sind ein Handwerksbetrieb“, sondern „Tischlerei für Maßmöbel und Innenausbau im Emsland, seit über 20 Jahren.“ Konkret schlägt allgemein, sowohl bei Menschen als auch bei Google.
Schritt 5: Um Bewertungen bitten (2 Minuten Vorbereitung)
Bewertungen sind einer der stärksten Vertrauenssignale, die du hast – oft wichtiger als das schönste Design deiner Website. Du musst dafür nicht aktiv betteln.
Ein einfacher Satz nach einem abgeschlossenen Auftrag reicht: „Würdest du uns kurz bei Google bewerten? Der Link ist ganz einfach.“ Wenn du den Bewertungslink noch nicht kennst, findest du ihn direkt in deinem Profil unter „Bewertungen anfordern“.
Was du danach hast
Nach diesen fünf Schritten ist dein Profil kein perfektes Meisterwerk, aber ein ehrlich gepflegter, vollständiger Eintrag – und das reicht in den meisten Branchen schon, um sich von der Konkurrenz abzuheben, die ihr Profil seit Jahren nicht angefasst hat.
Der Effekt zeigt sich übrigens nicht über Nacht. Google braucht etwas Zeit, um die Änderungen zu verarbeiten, und Bewertungen kommen erfahrungsgemäß nach und nach rein, nicht alle auf einmal.
Aber diese 15 Minuten sind eine der Maßnahmen mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, die ich kenne – deutlich schneller umgesetzt als ein Website-Relaunch. 🙂
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Profil wirklich rund läuft, schick mir einen Screenshot. Ich schaue mir das 15 Minuten lang kostenlos an und sage dir ehrlich, wo noch Luft nach oben ist.